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Aufzucht

Die Aufzucht der Bäume kann auf verschiedene Arten erfolgen. Man kann Samen aussäen, Stecklinge von vorhandenen Bäumen ziehen Äste abmoosen oder Rohmaterial/Jungpflanzen erwerben. Gerade bei der Aufzucht ist es besonders wichtig, die Bedürfnisse der verschiedenen Sorten von Pflanzen zu beachten. Also wo kommt diese Pflanzenart ursprünglich her? Welchem Klima ist sie normalerweise ausgesetzt? Wie viel Wasser benötigt sie? Also welche Zusammensetzung sollte die Erde haben, in die man die Jungpflanze hineinsetzt? Lauter Fragen, die man sich beantworten muss, wenn man mit der Aufzucht beginnen will. Ob man Samen verwendet oder Stecklinge ziehen will, hängt überwiegend von der Pflanze selbst ab. Manchmal muss man auch einfach ausprobieren, welche Methode sich bewährt.

Samen werden wie gewohnt einfach in den Anzuchttopf mit Erde gedrückt, Ihrem Klimabedarf entsprechend aufbewahrt und ihrem Wasserbedarf entsprechend versorgt. Es erfordert allerdings viel Zeit, bis aus dem sich entwickelnden Samen eine Jungpflanze wird, die man nach Wunsch gestalten kann.

Stecklinge hingegen werden aus vorhandenen Bäumen gewonnen. Wenn man ausgewachsene Bäume gestaltet bzw. zurückschneiden will, dann entfernt man hier oder dort mal kleine Äste. Diese werden dann z.B. als Stecklinge in Torf… gesteckt und ständig durch feines Besprühen mit Wasser ihrem Feuchtigkeitsbedarf entsprechend versorgt, bis Wurzeln gebildet werden. Dann ist der erste große Schritt geschafft. Nunmehr wird der Steckling, der Wurzeln gebildet hat, in die erforderliche Erd-Anmischung eingetopft und wieder muss gewartet werden, ob er sich entwickelt oder ob die Wurzeln doch zu schwach waren, um die Pflanze wachsen zu lassen. Wächst sie weiter, hat man den nächsten großen Schritt im Bereich der Aufzucht geschafft. Und dann muss man eben abwarten, je nachdem wie schnell die Pflanze wächst bzw. sich entwickelt, bis man anfangen kann, sie zu gestalten.

Abmoosen ist eine ähnliche Form des Herstellens von Stecklingen. Allerdings moost man in der Regel nur Äste ab, die bereits etwas stärker bzw. kräftiger sind. Wenn man einen bereits größeren Baum neu gestalten will und dabei einem ein kräftigerer Ast im Wege ist, dann brauch man diesen nicht einfach abschneiden und wegwerfen, sondern man ritzt die Rinde kräftig ein an der Stelle, an der der Ast abgetrennt werden soll, dann „verpackt“ man diese offene Stelle mit einer bestimmten Art von Moos. Dies nennt sich „Sphagnum-Moos“. Dabei handelt es sich um getrocknetes, gepresstes Moos, das aufquillt wenn man es mit Wasser tränkt. Diesen Moosballen am Ast packt man dann in lichtundurchlässige Folie oder auch in einen Frischhaltebeutel. Je nachdem was dem Baum besser bekommt. In der Regel heißt es, dass die sich zu bildenden Wurzeln lichtgeschützt sein müssen, andererseits entwickeln sich auch Wurzeln bei dem Verpacken mit einem Frischhaltebeutel. Auf jeden Fall ist auch hier wieder Geduld gefragt, bis sich Wurzeln bilden. Wenn dies geschafft ist, kann der Ast abgetrennt werden und ordnungsgemäß eingetopft werden. Der Vorteil bei dieser Variante ist natürlich, dass man hierfür starke, groß Äste verwenden kann, aus denen dann natürlich früher ein kleiner Baum wird, den man bearbeiten kann.

Das schöne an der eigenen Aufzucht ist, dass man sich aussuchen kann, welche Pflanzen man aufziehen will und welche einem vielleicht nicht so gefallen.

Also man erkennt, alle Bereiche der Bonsai haben eine gewisse Individualität.

 

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(C) Bonsaigarten Bentfeldt